Moor-(Torf-)packung

Moor gilt von alters her als Quelle der Lebenskraft. Die Inhaltsstoffe, die sich der Therapeut zunutze macht, sind Huminsäure und östrogenartige Wirkstoffe. Huminsäure hat eine durchblutungsfördernde Wirkung, außerdem wirkt es auf der Haut antibakteriell und fördert die Wundheilung. Die östrogenartigen Wirkstoffe haben vor allem eine positive Wirkung nach dem Klimakterium und bei Prostataleiden. Weiters können Verdauungsbeschwerden und Menstruationsbeschwerden vermindert werden. Die Hyolinsäure hemmt zusätzlich das Fortschreiten von Arthrosen.

Durch das Verwenden eines Moorwärmeträgers kann die Moorpackung mit aufsteigender Hitze (2°C -45°C) am Patienten angewandt werden. Somit wird ein „Hitzeschock“, der durch Auftragen von heißem Moor oft empfunden wird, vermieden.

Indikationen, heiße Anwendung:

  • Subakute und chronische Zustände des rheumatischen Formenkreises
  • Postakute Zustände nach Traumen am Bewegungsapparat
  • Durchblutungsstörungen
  • Schmerzlinderung bei chronischen Erkrankungen des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes

 

Indikationen, kalte Anwendung:

  • Akute Zustände des rheumatischen Formenkreises
  • Akute Zustände nach Traumen
  • Akute Entzündungen des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes
  • Lymphangitis
  • Thrombophlebitis zur Fiebersenkung